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Unternehmensfusion: WhereGroup mit gewichtiger Stimme im OGC

18. Januar 2007

Die drei Bonner Geoinformatik-Unternehmen CCGIS, Karta.Go und Geo-Consortium haben ihre Fusion zur WhereGroup GmbH & Co. KG im ersten Quartal 2007 realisiert.

Damit ist das größte Open Source Lösungshaus für Geo- Informationssysteme (GIS) im gesamten deutschsprachigen Raum entstanden. Das gemeinsame Unternehmen übernimmt eine führende Stellung im Markt für interoperable, raumbezogene Informationssysteme. Die Kernkompetenzen des neuen Players im Geo-Markt liegen in der Beratung zu Standardisierungs- und Sicherheitsfragen von Geodaten- Infrastrukturen, dem Aufbau von Komplettlösungen, sowie in der Planung und Erstellung von Businessanwendungen mit Raumbezug. Das Geschäftsmodell der WhereGroup basiert dabei ausschließlich auf dem Open Source Prinzip. Der Fokus des Unternehmens liegt auf dem professionellen Einsatz freier Software sowie damit verbundener spezialisierter Beratungsleistungen, Support und Know-How für Industrie, Kommunen und Behörden.

Die Anwendung und Weiterentwicklung international anerkannter und bewährter Standards ist ein zentrales Element der zukünftigen Arbeit. Die WhereGroup ist daher dem maßgeblichen Standardisierungsgremium im Geo-Bereich, dem Open Geospatial Consortium (OGC) als einziges europäisches Unternehmen im Rang eines Principal Member beigetreten. Mit diesem Mitgliedsstatus ist auch ein Stimmrecht im Planning Committee, dem zentralen Steuerungs- und Entscheidungsgremium des ansonsten stark nordamerikanisch dominierten OGC verbunden. Weitere Principal Member sind z.B. Google, Boeing, Oracle oder Autodesk. Die WhereGroup hat es sich zum Ziel gesetzt, ihr Stimmrecht im OGC im Sinne der europäischen Anwender und Entwickler im Bereich der Geoinformatik einzusetzen. Zusätzlich wird über die Verbindung der WhereGroup zur Open Source Geospatial Foundation (OSGeo) auch die Gewichtung des Open Source Geschäftsmodells in den Entscheidungsgremien gestärkt.

Der Zusammenschluss der Firmen trägt zum einen der stetig steigenden Nachfrage nach professionellen Open Source Lösungen Rechnung. Zum anderen ist die Fusion die konsequente Fortsetzung der bereits seit mehreren Jahren bestehenden und bewährten Kooperation der beteiligten Firmen. Das Team aus nunmehr rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verfügt über ein breites Spektrum an professionellem Know-How in den verschiedensten Bereichen der Geoinformatik, sowohl im Bereich von Open Source Software als auch bei proprietären Produkten wie z.B. Oracle.

Für die weitere Entwicklung gehen die Firmengründer derzeit von einer Verdopplung der Kennzahlen in den nächsten drei Jahren aus. Aktuelle Marktstudien zur Entwicklung der Geobranche und des Marktes für Open Source Dienstleistungen bestätigen diese Erwartung.