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ESRI Bonn: Schüler-Sommercamp in der Eifel

30. Juli 2007

Mit GPS-Geräten und Geoinformationssystem (GIS) auf dem Laptop erforschten 15 Schülerinnen und Schüler aus den achten und neunten Klassen der Bonner Bertolt-Brecht-Gesamtschule in der vergangenen Woche die Tier- und Pflanzenwelt im Nationalpark Eifel. Eingeladen zu diesem besonderen Sommercamp hatte in Zusammenarbeit mit der Wildnisswerkstatt Düttling die Bonner Niederlassung der ESRI Geoinformatik GmbH, die das Projekt auch finanzierte.

Für den Biologie- und Erdkundelehrer Thomas Worringer und seine Schüler waren die fünf Tage in der Eifel „schon ein Erlebnis besonderer Art“. Die Begegnung mit dem Ökosystem Wald unter fachkundiger Führung der Ranger des Nationalparks Eifel in Kombination mit GPS-Vermessung und GIS unter ebenso fachkundiger Anleitung von Mitarbeitern aus dem Haus ESRI füllt das besondere Profil der Schule mit Leben: An der Bonner Bertolt-Brecht-Gesamtschule genießen die Fächer Informatik und Ökologie im Rahmen eines Modellvorhabens den Status von Hauptfächern.

Tierspuren und Pflanzenvorkommen digital zu kartieren, Beobachtungsflächen einzumessen und mit Hilfe eines GIS aus den vor Ort erhobenen Daten, brauchbare Karten zu erzeugen, erwies sich als ideale Kombination dieser zwei Fächer. Und auch die Experten von ESRI zeigten sich beeindruckt von den Ergebnissen. „Die Schüler haben im Prinzip wie jeder Kunde eine einführende Schulung an unserer Software bekommen und innerhalb kurzer Zeit sehr gute Ergebnisse vorgelegt“, staunte etwa Philipp Greiff aus der Bonner ESRI Niederlassung. Da könne sich manch Kunde etwas abgucken.

Und auch Jutta Wagner, die Leiterin der Wildnisswerkstatt des Nationalparks, freute sich über den Erfolg des Camps. „Es ist schön zu sehen, was die Gruppe von Stadtkindern innerhalb dieser Woche alles über die Natur gelernt hat und welchen Spaß sie dabei hatte.“ Die erhobenen Daten werde man zudem weiter nutzen. Die Ergebnisse der Kartierungen seien nicht für den Papierkorb entstanden, betonte Wagner.

Neben der Technik waren die Schüler aber auch mit Spielen, Grillen, Lagerfeuerromatik und dem Entzünden eines Feuers ohne Streichholz oder Feuerzeug beschäftigt. Für letzteres gab es ein Naturfeuerzeug, mit dem mittels Reibung zweier Holzstücke genügend Hitze erzeugt wurde, um Feuer zu machen. Eine Technik, die vor allem bei den Jungs der Gruppe viel Interesse erzeugte.

Untergebracht und verpflegt wurden Schüler und Lehrer während des Sommercamps im Gästehaus des Nationalparks in Hergarten. Die Kosten dafür übernahm ESRI. Ein Sommercamps des Unternehmens für Schüler fand in dieser Form erstmals im vorigen Jahr im Nationalpark Bayerischer Wald statt. In diesem Jahr war die Projektwoche in der Eifel eine von sechsen in verschiedenen deutschen Nationalparks vom Wattenmeer bis zu den Alpen.