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NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke informierte sich über Geobranche

19. Juli 2007

Als Teil einer so genannten „NRW-Sommerreise“ mit zahlreichen Unternehmenbesuchen im ganzen Land informierte sich Oliver Wittke, nordrhein-westfälischer Minister für Bauen und Verkehr, bei den Bonner Firmen Lutum+Tappert sowie lat/lon über die Entwicklung der Geoinformationswirtschaft. Professer Klaus Greve von der Universität Bonn stellte bei dem Ministerbesuch darüber hinaus die besondere Bedeutung der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler für diese Branche heraus.

Minister Wittke zeigte sich als Diplom-Geograph mehr als interessiert an den Themen, mit denen sich die Geoinformationwirtschaft befasst. Er nutzte nach eigener Aussage „die Gelegenheit, um seine Studienkenntnisse auf den neuesten Stand zu bringen.“ Entsprechend aufmerksam verfolgte er sowohl Professor Greves Ausführungen zum regionalen Geo-Cluster, wie auch Joachim Lutums Erläuterungen zum Themengebiet Geomarketing. Der Bonner Unternehmer unterstrich mit zahleichen Beispielen, welchen Mehrwert geographische Daten inzwischen in vielen Unternehmensprozessen erzeugen. Wie anschaulich Karten im Vergeich zu Tabellen sind, zeigte er an Hand von statistischen Auswertungen auf einer digitalen Karte, die sich mit den Softwarelösungen von Lutum+Tappert schnell und einfach erzeugen lassen. „Da haben wir im Studium noch mit Tusche gearbeitet“, kommentierte Wittke diesen Teil des Vortrags.

Nachfragen des Politikers provozierte Andreas Poth von lat/lon mit der Präsentation seines Geschäftsmodells, das ausschließlich auf Open-Source-Produkte setzt und daher keine Einnnahmen aus Lizenzgebühren für Software vorsieht. Poth unterstrich die besondere Bedeutung der Standards des Open Geospatial Consortiums (OGC), denen sich lat/lon verpflichtet habe. Die Kunden profitierten langfristig von solchen Standards, weil der Austausch und die Zusammenführung von Geodaten damit wesentlich erleichtert werde. Wittke seinserseits konnte in diesem Zusammenhang auf seine Erfahrungen als Gelsenkirchner Oberbürgermeister verweisen. In dieser Funktion habe er sich gerade im Katasterwesen um eine Zusammenarbeit und den Datenaustausch mit den Nachbarstädten bemüht. „Ein insgesamt schwieriges Kapitel, nicht nur wegen der Technik“, sagte der Minister.

Neben den Unternehmern und Oliver Wittke, nutzten auch Heinz Brüggemann, Leiter des Landesvermessungsamtes und Wolfgang Naujokat von der Initiative D21 die Gelegenheit des Ministerbesuches, um für das landesweite Geo-Cluster in Nordrhein-Westfalen zu werben. Informationen über die Geobranche in der Region mit nach Hause nahmen auch Axel Voss, der Vorsitzende des CDU Kreisverbandes, Benedikt Hauser, Fraktionsvorsitzender der CDU im Bonner Stadtrat sowie Helmut Joisten (CDU), ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Bonn.