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Internet-Stadtpläne als Informationsplattform

14. Februar 2008

Stadtpläne im Internet können mehr sein, als einfache Kartendienste, die auf dem Bildschirm das Gleiche zeigen, wie eine Papierkarte. Machbar sind heute umfassende kommunale Informationsplattformen für Tourismus, Wirtschaft und Freizeit auf der Basis interaktiver Karten. Anbieter wie Google, Yahoo & Co. haben in Sachen “look and feel” sowie Bedienbarkeit dafür die Maßstäbe gesetzt. Ihren Kartenportalen fehlt aber die Informationstiefe. Dafür sorgt erst eine kommunale Geodateninfrastruktur (GDI), die es möglich macht, verteilt vorliegende Fachdaten aus allen Behörden in die Karte zu integrieren: Bodenrichtwerte, freie Gewerbeflächen oder soziale Einrichtungen. Wie man intuitive Bedienung und Informationstiefe verbindet steht am 6. März in Bonn im Mittelpunkt der Veranstaltung “Infodrehscheibe Stadtplan-Portale“.

Moderne Webtechnologien ermöglichen es, Fachdaten der Verwaltung mit “einfachen” Hintergrundinformationen wie Luftbildern, Straßenkarten oder historischen Plänen zu verknüpfen. Solchen leistungsstarken Anwendungen liegt eine kommunale Geodateninfrastruktur (GDI) zugrunde, deren Kern die verschiedenen Standards des Open Geospatial Consortium (OGC) sind. Erst sie ermöglichen die Verknüpfung der verteilten Datenbestände der einzelnen Fachbehörden und die Anbindung externer Kartendienste, beispielsweise der benachbarten Stadt oder einer landesweiten GDI.

Die Herausffordrung dabei ist, die Informationstiefe der Geoportale großer Geodateninfrastrukturen wie etwa dem GeoPortal Rheinland-Pfalz, mit einer spielerischen Bedienbarkeit zu verbinden, wie sie Anbieter wie Google oder Yahoo in ihren Kartenportalen eingeführt haben. Erst beide Stärken zusammen bieten Städten und Kommunen die Chance, eine informative und ansprechende Plattform für ihre Präsentation zu nutzen.

Freie Software bietet nach Auffassung der Bonner WhereGroup die ideale Grundlage für den Aufbau solcher Stadtplan-Portale. Durch ihre Flexibilität und die Möglichkeit zur einfachen Anpassung und Erweiterung ermöglicht sie die Installation skalierbarer Systeme, Und sie beschneiden die Einsatzmöglichkeiten nicht durch ungeeignete Lizenzbestimmungen oder undurchschaubare Preisstrukturen.

Die Bonner Wheregroup lädt nun zu diesem Thema am 6. März in ihren Firmenräumen zur einer ganztägigen Tagung ein. “Infodrehscheibe Stadtplan-Portale” will den Teilnehmern einen Überblick über die aktuellen Möglichkeiten geben und an den konkreten Beispielen von Geoportalen der Städte Rostock, Mainz und des Landes Rheinland-Pfalz zeigen, was praktisch mit freier Software umsetzbar ist. Daneben versprechen die Veranstalter viel Raum für Erfahrungsaustausch und Diskussion. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der WhereGroup.