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ALKIS-Daten mit freier Software

24. April 2008

Die Bonner WhereGroup hat gemeinsam mit Projektpartnern aus der freien Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung das openNAS-Projekt ins Leben gerufen. In Anlehnung an die so genannte normbasierte Austauschschnittstelle (NAS) der amtlichen Vermessung wird openNAS die Schnittstelle sein, mit der Daten des Liegenschaftskatasters in Open Source basierte Geodateninfrastrukturen (GDI) importiert werden können. Eine erste als openNAS light bezeichnete Version wird bereits im zweiten Quartal diesen Jahres fertiggestellt. Sie wird zunächst ALKIS unterstützen und importiert Flurstücke und Gebäude inklusive Flurstücksangaben, Straßennamen und Hausnummern.

Eine vollständige openNAS-Konvertierung des AAA-Datenmodells mit topographischen Daten (ATKIS) und dem Festpunkte-Informationssystem (AFIS) ist für Ende 2008 geplant. Die freie Datenbank PostgreSQL/PostGIS dient als Grundlage der Datenkonvertierung und stellt durch Einhaltung der Simple Feature Spezifikationen des Open Geospation Consortiums (OGC) die Anbindung an konforme GDI sicher.

OpenNAS wird als OGR Bibliothek im Open Source Projekt GDAL (Geospatial Data Abstraction Library) implementiert und fügt sich so nahtlos in bewährte Open Source Architekturen ein. OpenNAS erweitert OGR um eine graphische Benutzerschnittstelle und wird so zu einem schnellen und einfach bedienbaren Werkzeug. Die OGR Simple Feature Library ist Teil des OSGeo Projektes GDAL. Sie bietet lesenden und schreibenden Zugriff auf vektorbasierte Geodaten und ermöglicht so die Überführung in eine Vielzahl von Vektorformaten. Dazu gehören dateibasierte Formate wie DXF, SHP, GML oder KML ebenso wie diverse Datenbankformate.

GDAL und OGR sind wiederum essentieller Bestandteil der meisten Open Source GIS Projekte wie MapServer, GRASS und QGIS sowie einer Vielzahl proprietärer Produkte wie ArcGIS oder Google Earth. Damit ergeben sich für openNAS vielfältige Nutzungs- und Einsatzmöglichkeiten. Der Vorteil einer GDAL/OGR-Lösung: Auf einen Schlag können damit fast 70 andere Softwarepakete inklusive GoogleEarth Professional, MapServer oder GeoServer ALKIS-Daten verarbeiten.