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EU-Projekt Bridge2Geo gestartet

22. Mai 2008

Die Teilnehmer des Bridge2Geo Meetings im ehemaligen Bundestag

Bridge2Geo – eine Brücke zur Geoinformationswirtschaft, daran bauen derzeit zahlreiche Unternehmen aus den Regionen Bonn und Salzburg im Rahmen eines gemeinsamen EU-Projektes. Das Vorhaben basiert auf einer grenzüberschreitenden Kooperation zwischen der Geoinitiative der Region Bonn und des GIS-Clusters Salzburg. Unternehmen, Gebietskörperschaften und Forschungseinrichtungen der beiden Regionen wollen nun gegenseitig von ihren jeweiligen Erfahrungen und ihrem Knowhow profitieren, um den Nutzen von Geodaten in ausgewählten Anwendungsfeldern bekannter zu machen. Finanziert wird das Bridge2Geo-Projekt bis Ende 2009 mit rund 650.000 Euro aus Mitteln des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU im Rahmen des Förderbereichs „Regions of Knowledge“.

Künftige gemeinsame Aktivitäten der Regionen Bonn und Salzburg richten sich an Branchen wie Handel, Gesundheitswesen, Tourismus und die Energiewirtschaft. Ihnen soll eine Brücke zum einfachen Gebrauch von Geoinformationen gebaut werden. Zusätzlich will man zeigen, welche Beiträge Unternehmen und Institutionen der Geoinformationswirtschaft zum EU-Programm GMES (Global Monitoring for Environment and Security) leisten können.

Nach einem Kickoff-Meeting Ende Februar an der Universität Salzburg, tagten Unternehmer aus beiden Regionen sowie Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Salzburg gemeinsam mit Vertretern der Wirtschaftsförderung aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis und der IHK Bonn/Rhein-Sieg Anfang Mai im World Conference Center Bonn, dem ehemaligen Bundestag.

Intensive Gespräche zwischen Bonner und Salzburger Experten

Auf der Tagesordnung standen unter anderem gemeinsame Überlegungen zu technologischen und wirtschaftliche Trends, die in den kommenden drei bis fünf Jahren die Arbeit der Geoinformationswirtschaft beeinflussen. Zur Sprache kamen beispielsweise die Bedeutung Service orientierter IT-Architekturen (SOA) sowie drei- und vierdimensionaler, das heißt zeitbezogener Geodaten, die Entwicklung neuer User-Interfaces zur Präsentation von Geoinformationen sowie die These, das geographische Daten in Form digitaler Karten zunehmend als universales Ordnungsprinzip in elektronischen Medien und Informationssystemen genutzt werden. Aber auch die Frage der einfachen Verfügbarkeit öffentlicher (Geo-)Daten für Projekte der Geoinformatik wurde ausführlich diskutiert.

In den nächsten Schritten sollen die gewonnenen Erkenntnisse in regionale Strategien der Wirtschaftspolitik und -förderung einfließen. Zum einen soll geprüft werden, mit welchen Mitteln sich neue Anwendungsfelder und Märkte für die Nutzung vorhandener Geoinformationen sensibilisieren lassen. Zum zweiten geht es darum, Beiträge für regionale Leitbilder der beteiligten Regionen zu liefern, die sich als IT- und Innovationsstandorte im Bereich der (Geo-)Informationswirtschaft positionieren können und so in einem globalen Wettbewerb der IT-Standorte mit diesem besonderen Profil Aufmerksamkeit und Alleinstellungsmerkmale entwickeln.