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Neue Informationsdienste mit Satellitendaten

23. Juni 2008

Experten für Fernerkundung auf der Tagung in Bonn. Foto: DLR

Neue nutzergerechte Datendienste mit Informationen der Satellitenfernerkundung waren Thema des jüngsten Expertentreffens “DeCOVER, DeMARINE (PDF) und DeSECURE – deutsche Schnittstellenprojekte zu GMES“, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 18. und 19. Juni 2008 in Bonn veranstaltet hat. Rund 120 Teilnehmer aus Forschung, Wirtschaft und Behörden diskutierten unter diesem Gesichtspunkt die Zukunft der Erdbeobachtung in Deutschland und Europa.

Das Kürzel GMES steht dabei für Global Monitoring for Environment and Security und ist eine gemeinsame Initiative der EU und der Europäischen Weltraumorganisation ESA zum Aufbau eines eigenständigen Systems für die globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung. GMES verknüpft das Potenzial der satellitengestützten Erdbeobachtung mit terrestrischen und flugzeuggestützten Datenquellen.

Die Projekte DeCOVER, DeMARINE und DeSECURE befassen sich in unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten mit der gemeinsamen Frage, wie standardisierte Geoinformationsdienste mit Satellitendaten für öffentliche Einrichtungen konzipiert sein sollten, um dort breite Anwendung  zu finden. Zu diesem Zweck bringen diese Projekte Anbieter- und Nutzer der Daten zu einem intensiven Erfahrungsaustausch zusammen – so wie jetzt in Bonn.

Im Mittelpunkt der aktuellen Veranstaltung standen dabei die Themenfelder Landbedeckung und Landnutzung, marine Dienste und die Informationsbereitstellung für Katastrophenfälle. Schwerpunkt für das Projekts DeCOVER ist zum Beispiel die Entwicklung von Geoinformationsdiensten, um raumbezogene Fach- und Planungsdaten herzustellen oder vorhandene Daten zu aktualisieren, die den Informationsbedarf gesetzlich beauftragter Fachbehörden – zum Beispiel Berichtspflichten der Umweltbehörden gegenüber der EU – möglichst passend befriedigen.

Beim Projekt DeMARINE konzentriert sich die Forschung auf marine Fragestellungen aus den Bereichen Umwelt und Sicherheit. Regionale Schwerpunkte bilden dabei Nord- und Ostsee sowie der Nordatlantik. DeSECURE widmet sich der Forschung, Anwendungsentwicklung und Vernetzung vor allem im Bereich der zivilen Sicherheit.

Die Veranstaltung bot aus Sicht des DLR ein gemeinsames Forum für Anbieter von Forschungsergebnissen und Dienstleistungen, potentielle Kooperationspartner sowie Kunden. Sie knüpfte damit an frühere Tagungen zum Themenfeld “GMES – Relevanz für Deutschland – deutsche Beiträge zu GMES” an.