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Digitales Baumkataster erleichtert Pflege des Baumbestandes

17. November 2008

Die Bundesstadt Bonn investiert im kommenden Jahr rund 48.000 Euro für die Erweiterung ihres in diesem Jahr aufgebauten digitalen Baumkatasters. Es soll Informationen zu den Standorten aller 80.000 Bäume auf dem Stadtgebiet in Grünanlagen, an Straßen und auf Friedhöfen enthalten. Das Kataster ist Bestandteil des zentralen digitalen Stadtplans Bonn. Dieser wird als webbasiertes GIS und Auskunftssystem für die komplette Verwaltung vom Kataster- und Vermessungsamt betreut.

Bislang wurden bereits die Daten von 10.500 Straßenbäumen der Gartenmeisterbezirke Bonn-Mitte, Beuel-Nord und Beuel-Süd erhoben. Jetzt folgen in einem zweiten Anschnitt bis Mitte 2009 über 12.000 Straßenbäume in den Gartenmeisterbezirken Bonn-Nord, Rheinaue und Godesberg-Nord.

Dazu werden in den nächsten Monaten Mitarbeiter des Ingenieurbüros Forstplanung Göttingen mit mobilen PCs unterwegs sein, die Bäume vermessen und unter anderem Baumart, Alter, Höhe, Umfang und Kronendurchmesser feststellen. Von besonderer Bedeutung, sind Informationen zur Verkehrssicherheit der Bäume. Dazu zählen zum Beispiel Totholz in der Krone, Laubverfärbung, Fäulen, Höhlungen, Holz zerstörende Pilze, Anfahrschäden, Schäden im Wurzelbereich oder Fassadenkontakt. Durch die zentrale Datensammlung in Form des Katasters wird es wesentlich einfacher, den Baumbestand nachhaltig und mit Blick auf eine bessere Planung der Pflegearbeiten effizienter zu unterhalten.

Derzeit sind städtische Mitarbeiter der betreffenden Gartenmeisterbezirke dabei, zugewachsene Stammfüße von Gras und Strauchwerk zu befreien, damit die Standsicherheit eines Baumes beurteilt werden kann. Der so genannte Brandkrustenpilz beispielsweise bildet am Stammfuß kleine unscheinbare Fruchtkörper, die bei zugewachsenen Stammfüßen kaum zu sehen sind. Diese schwer erkennbaren Fruchtkörper sind ein Indiz dafür, dass äußerlich gesund aussehende Stämme im Inneren schon weitgehend faul sein können.