Gender Index auf interaktiven Karten
Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) hat in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung einen Gender-Index entwickelt und als interaktive Präsentation im Internet veröffentlicht. Die interaktive Anwendung der Klickmap und der Gender-Profile sowie den gesamten Web-Auftritt in seiner Gestaltung hat das Bonner Unternehmen lat/lon maßgeblich entwickelt und programmiert.
Kernstück des neuen Gender-Indexes ist eine Deutschlandkarte, über die sich mit wenigen Klicks für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt ermitteln lässt, ob die Berufs- und Bildungs-Situation von Frauen und Männern ähnlich ist, oder nicht. Dazu haben die Index-Expertinnen Katrin Meyer und Antonia Milbert vom BBR 19 Indikatoren aus verschiedenen amtlichen Statistiken geschlechtsspezifisch ausgewertet.
Dabei zeigt ein Blick auf die aktuelle Rankingliste, in der Kreise und Städte nach niedrigem oder hohem Grad der Geschlechterungleichheit geordnet sind, dass nicht nur besonders prosperierende Regionen einen guten Wert im Gender-Index erreichen können. So finden sich auf vorderen Plätzen sehr unterschiedliche Kreise wie Bitterfeld, Starnberg, Leipziger Land, Ludwigslust, Teltow-Fläming, Parchim und Freiberg sowie Städte wie Rostock, Dresden, Freiburg im Breisgau und Berlin.
„Niedrige Index-Werte, also relative Chancengleichheit, dürfen nicht automatisch mit guten regionalen Voraussetzungen, hohem Wohlstand oder besonders guter Strukturpolitik gleichgesetzt werden“, erklären die Index-Expertinnen Katrin Meyer und Antonia Milbert. „Im Extremfall kann Chancengleichheit auch bedeuten: Frauen und Männer haben gleich schlechte Chancen. Deshalb ist es immer wichtig, im Einzelfall zu klären, wie der Indexwert zustande gekommen ist.“

























