Bridge2Geo: Expertentreffen zum „Geoinformationssystem Zukunftsenergie“
Ein Expertenmeeting zur Frage, welche Rolle Geographische Informationssysteme (GIS) beim Ausbau regenerativer Energien von Solar- über Windkraft bis zur Biomasse spielen können, steht im Rahmen des EU-Projektes Bridge2Geo am 11. Februar 2009 auf dem Programm. In direkter Nachbarschaft zur Fachmesse E-World Energy & Water in der Messe Essen werden rund 30 Fachleute aus Kommunen, Planungsbüros und -behörden, GIS-Unternehmen und der Energiebranche über ein „GIS Zukunftsenergie“ diskutieren.
Professor Dr. Klaus Greve, Direktor des Geographischen Instituts der Universität Bonn und Leiter der dortigen Arbeitsgruppe GIS wird eine Einführung ins Thema geben, bevor Rolf Beyer von der Wirtschaftsförderung Rhein-Sieg das Projekt Energieregion Rhein-Sieg vorstellt, bei dem einmal beispielhaft Energienachfrage und das Potenzial regenerativer Energiequellen in einer Region untersucht wurde.
Im Mittelpunkt des Gesprächs sollen vor allem die Chancen stehen, die Geoinformationssysteme hinsichtlich der Vermittlung des Energiethemas an die Öffentlichkeit bieten. Gerade bei regenerativen Energien ist die Standortfrage ein entscheidendes Kriterium. Das gilt kleinräumlich, wenn man das Potenzial einzelner Hausdächer etwa als Träger von Solaranlagen betrachtet, das gilt aber auch regional, denn Anlagen für Biogas benötigen beispielsweise ein entsprechendes Umfeld der Land- und Forstwirtschaft hinsichtlich ihres Rohstoffbedarfs. Rein fachliche Betrachtungen der Standortsuche kollidieren aber häufig mit anderen Interessen der Öffentlichkeit und der Politik.
Hier können webbasierte Informationssysteme Transparenz schaffen und insgesamt Verständnis für das Thema wecken. Bei entsprechender Datenlage eigenen sie sich sogar als Marketinginstrument, etwa für das qualifizierte Handwerk. Immobilienbesitzer und Solaranlagenbauer können zum Beispiel mit solchen Informationssystemen im Internet jeweils selbstständig oder auch gemeinsam sehr schnell die mögliche Ausbeute eines Hausdaches für Sonnenenergie prüfen. Die Teilnehmer des Gesprächs werden solche und andere praktische Ansätze zur öffentlichen Nutzung von Geodaten diskutieren.
Im Projekt Bridge2Geo ist das Energiethema ein Schwerpunkt, Ziel des von Behörden, Unternehmen und Forschungsinstituten in den Regionen Bonn und Salzburg gemeinsam getragenen EU-Projektes ist es unter anderem, Vertreter der Geoinformationswirtschaft stärker mit potenziellen Anwendermärkten zu vernetzen und einen nachhaltigen Wissenstransfer in Gang zu setzen. Auch das Expertengespräch im Februar in Essen soll dazu beitragen.


























