Text Drucken Text Drucken Beitrag verschicken Beitrag verschicken PDF erzeugenPDF erzeugen
Home » Netzwerk, Projekte

Strategische Positionierung im Gesundheitsmarkt

20. Oktober 2009

Geodaten im Gesundheitswesen - eine sinnvolle Anwendung. Foto: pixelio.de

Geographische Analysen von Patienten- und Falldaten als Werkzeug, um Krankenhäuser und ihr Versorgungsangebot in einem sich wandelnden Gesundheitsmarkt strategisch klug zu positionieren, stehen Anfang November im Mittelpunkt eines Symposiums im Audimax des RheinAhr Campus in Remagen. Vor allem der Dialog zwischen Experten der Geoinformationswirtschaft und Entscheidern aus der Klinik- und Krankenhauswirtschaft über die Chancen und Möglichkeiten von Geoanalysen in der Gesundheitswirtschaft (z.B. Bedarfsplanung, Budgetverhandlungen, Benchmarking, Logistik) soll dadurch angestoßen werden.

Gewöhnlich stützen sich Einrichtungen der stationären und ambulanten Behandlung von Patienten auf gängige betriebswirtschaftliche Analysemethoden, Kennziffern und Eckdaten. Meist wird dabei die räumliche Komponente vernachlässigt. Geographische Analysen bringen jedoch Daten und Informationen mit Raumbezug sehr anschaulich auf digitale Landkarten und visualisieren so räumlichen Zusammenhänge, wie zum beispiel Patienteneinzugsgebiete oder die geographische Verteilung der Zuweiser. Auf einer digitalen Karte springen diese wichtigen Informationen förmlich ins Auge – und erlauben völlig neue Interpretationsansätze.

Die Visualisierung, Analyse und Interpretation von Patienten- und Gesundheitsstrukturdaten mit Hilfe von Geoanalysen wurde erstmals umfassend im Rahmen des EU-Projektes Bridge2Geo aufgegriffen. Aus dem Projekt wurde eine anwenderorientierte Softwarelösung entwickelt, die auf vorliegende Routinedaten zurückgreift, die im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben ohnehin in jedem Krankenhaus erstellt werde. Aus bekannten Daten entstehen neue Erkenntnisse.

Dr. med. Hagen Schilling, Geschäftsführer der OSB Krankenhausmanagementberatung GmbH berät als Mediziner und Ökonom Krankenhäuser in der medizinischen Leistungsplanung und strategischen Strukturentwicklung. Gemeinsam mit Joachim Lutum, Geschäftsführer der Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH, wird er die konkreten Möglichkeiten solcher geographischen Analysen vorstellen. Erik Vossius-Irshaid, Dipl. Wirtsch.-Ing und Krankenpfleger ist in den Salzburger Landeskliniken für das Business Development zuständig und wird Geoanalysen aus Sicht der betrieblichen Praxis beleuchten.

Das Symposium ist der Auftakt zu einer neuen Veranstaltungsreihe, mit der die Ämter für Wirtschaftsförderung und die Gesundheitsämter der Stadt Bonn, des Rhein-Sieg-Kreises und des Kreises Ahrweiler neue Impulse in der Gesundheitsregion geben möchten. Schließlich soll der Dialog mit Entscheidern aus der Klinik- und Krankenhauswirtschaft über weitere Einsatzmöglichkeiten von Geoanalysen in der Gesundheitswirtschaft (z.B. Bedarfsplanung, Budgetverhandlungen, Benchmarking, Logistik) angestoßen werden.

Unterstützung erhält die Veranstaltung durch die Geoinformationsinitiative der Region Bonn, das EU-Projekt Bridge2GEO und den RheinAhrCampus Remagen der Fachhochschule Koblenz.