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GMES und UN-SPIDER: Schnittmengen gesucht

1. November 2009

Wie groß und wo sind die Schnittmengen zwischen dem Geoinformationsbedarf von UN-SPIDER und den geplanten Services von GMES? Das steht im Mittelpunkt eines Workshops am 12. und 13. November auf dem UN-Campus in Bonn. Das es diese Überlappungen gibt, steht außer Frage.

GMES (Global Monitoring for Environment and Security) ist eine gemeinsam von der Europäischen Union und der Europäischen Raumfahrbehörde ESA getragene Initiative, vielfältige Datendienste aufzubauen, die es gestatten, globale Entwicklungen im Bereich Umwelt & Sicherheit zu überwaches. Das reicht von der kontinuierlichen Suche nach Öltepichen und Verschmutzungen der Meere, über permanente Kontrolle der Atmosphäre bis zur Überwachung von Flüchtlingsbwegungen in Afrika. Für viele dieser Aufgaben sind Methoden der Fernerkundung gut einsetzbar und dank moderner Satelliten gibt es auch eine Vielzahl von Daten, die entsprechend Auskunft geben. Schwerpunkt von GMES sind deshalb weniger neue Raumfahrtmissionen, sondern vielmehr der Aufbau von standardisierten Datendiensten, die die heute noch aufwändigen mehr oder weniger händischen Analysen der Satellitendaten in jedem Einzelfall ablösen können.

UN-SPIDER hingegen ist der interne Geodatendienstleister der Vereinten Nationen im Falle großräumiger Umwelt- und Natur-Katatrophen. Bei Tsunamis, Überschwemmungen, Erdbeben und in jedem anderen Katastrophenszenario irgendwo auf dem Globus, bei dem internationale Hilfe notwendig ist, sind die in Wien und Bonn ansässige Büros von UN-SPIDER gefordert, ad-hoc aktuelle Geodaten der konkreten Situation vor Ort zu liefern. Dafür sind Satellitendaten unabdingbar. UN-SPIDER stellt sich in folgendem Film selbst ausführlich vor:

Der Nachmittag des Workshops startet vor diesem Hintergrund mit Informationen zu den zwei Hauptgegenständen von GMES: Umweltüberwachung und Sicherheit. Die Experten aus dem Bridge2GEO-Netzwerk werden eine große Bandbreite von Fallstudien zu diesen beiden Aspekte von GMES vorstellen. Die Stichworte lauten Landnutzung, Atmosphärenüberwachung und Fragen der Bevölkerungsdynamik in internationalen Flüchtlingscamps. Ergänzt werden diese Präsentation durch ausführliche Diskussionen und ein Broker-Event am folgenden Tag. Es beruht auf den Interessen der Teilnehmer und soll Vertreter der Geoinformationswirtschaft mit ihren Angeboten und Referenzen im GMES-Umfeld mit Experten der UN in intensiven Einzelbegegnungen zusammen bringen.

Ein Empfang aller Workshop-Teilnehmer durch den Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch im Alten Rathaus der Stadt am Abend des ersten Tages gibt zusätzliche Gelegenheit zum Networking.