Pilotprojekt überwacht europäische Luftqualität
Im Rahmen eines Pilotprojektes zur EU-Richtlinie INSPIRE hat sich die gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission zur Überwachung der Luftqualität in Europa für die Geodateninfrastruktur-(GDI-)Technologie des auch in Bonn ansässigen Anbieters Intergraph entschieden. Das Pilotprojekt unterstützt das gemeinsame Umweltinformationssystem der Europäischen Kommission auf Grundlage der INSPIRE-Dienste. Wenn es den gewünschten Erfolg erzielt, ist Intergraph der erste Technologieanbieter Europas, der die EU-Luftqualitätsinitiative „Saubere Luft für Europa“ (CAFE – Clean Air for Europe) unterstützt. Das Projekt dient als Blaupause für das größer angelegte europäische Luftqualitätsinformationssystem in den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.
“Das CAFE-Projekt spiegelt den weltweit zunehmenden Bedarf an Geodateninfrastruktur-Technologien wider”, erläutert Jeff Vining, Vice President und Research Analyst beim Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner. “Der Umweltschutz stellt einen der zahlreichen Bereiche dar, in denen die Geodateninfrastruktur für die grenzüberschreitende Kommunikation zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels zunehmend an Bedeutung gewinnt.” Luftverschmutzung hält sich nicht an Staats- oder Verwaltungsgrenzen. Trotzdem werden die Daten zur Luftqualität von verschiedenen Organisationen in den einzelnen Mitgliedsländern separat erfasst. Dadurch ist es mitunter unmöglich, ein durchgängiges, zeitnahes Bild von Gebieten zu erstellen. Vor allem dann, wenn diese Gebiete über den Verantwortungsbereich einer einzelnen Organisation hinausgehen oder verschiedene regionale Zuständigkeiten zum Tragen kommen.
Die raumbezogene Geodateninfrastruktur-Anwendung von Intergraph ermöglicht einen harmonisierten Datenaustausch innerhalb einer Organisation und zwischen Regierung, Industrie und Öffentlichkeit. Dies sorgt für eine bessere Kommunikation, Zusammenarbeit und Produktivität, vereinfacht Wartungsaufwendungen und verringert Kosten. Die Lösung unterstützt die Einhaltung von INSPIRE und anderer Richtlinien zur Erleichterung der gemeinsamen Nutzung raumbezogener Daten. Für das CAFE-Programm zeichnet die Intergraph-Technologie Daten aller europäischen Regierungsebenen und Regionen auf und konsolidiert diese zur optimalen Bewertung der Luftqualität.
“Intergraph ist seit langer Zeit im Bereich Geodateninfrastruktur und INSPIRE aktiv”, erklärt dazu Dr. Horst Harbauer, Senior Vice President Intergraph Security, Government & Infrastructure in EMEA. Zu den Kunden von Intergraph zählten fast alle Mitgliedsstaaten der EU. Das Unternehmen hat sich an zahlreichen aus EU-Mitteln finanzierten Geodateninfrastruktur-Initiativen beteiligt, darunter GIS4EU, HUMBOLDT, eSDInet+, EURADIN und NatureSDI+.


























