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Geoinformationen: Rohstoff für viele Branchen

2. Mai 2010

Noch immer fällt vielen Menschen zuerst ihr vielleicht nicht allzu interessanter Erdkunde-Unterricht ein, wenn sie das Wort „Geographie“ hören. Verstaubte Schulatlanten und zerknitterte Wandkarten prägen noch immer zu Unrecht das Bild. Denn gerade die Geographie liefert im 21. Jahrhundert entscheidende Beiträge zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung der Gesellschaft.

Es ist vor allem die Computertechnologie, die – wie so viele andere Bereiche – auch die Geowissenschaften erneuert hat. Elektronische Straßenkarten sind heute längst Teil unseres Alltags, wenn wir wie selbstverständlich ein Navigationssystem benutzen. Im Internet laden uns digitale Globen ein, auf Luft- und Satellitenbildern die Welt zu erkunden oder auch nur, das geplante Urlaubsdomizil genauer in Augenschein zu nehmen.

Doch dieses Gesicht einer „New Geography“, wie US-Wissenschaftler die Entwicklung bezeichnen, ist nur die Oberfläche. Dahinter ist eine neue, innovationsfreudige und kreative Branche entstanden: das Geo-Business oder auch die Geoinformationswirtschaft. Zu ihr zählen Start-Ups und neue Technologie-Unternehmen ebenso wie etablierte Software-Systemhäuser und spezialisierte Datenlieferanten. Ihr gemeinsamer Nenner ist die Beschäftigung mit digitalen, geografischen Informationen aller Art.

Diese Informationen bilden die Basis von Planungsprozessen und zwar in nahezu allen Wirtschaftszweigen: Geographische Daten fließen in Marketingpläne ein, helfen beim Management der Energieversorgung, sind unentbehrlich in der Logistik und liefern die Grundlage von Investitions- und Standortentscheidungen, um zunächst nur einige Beispiele zu nennen. Welche Branchen und Wirtschaftszweige in besondere Weise von geographischen Informationen profitieren, zeigen die folgenden Menüpunkten.