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	<title>Geobusiness Region Bonn &#187; Panorama</title>
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	<description>Die Geobranche in Bonn und im Rhein-Sieg Kreis</description>
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		<title>Was sind eigentlich Geoinformationen?</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 17:03:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Panorama]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frage, was man sich unter geographischen Daten vorstellen soll, ist offenbar schwerer zu beantworten als viele Fachleute meinen. Eine Straßenumfrage &#8211; wenn auch kaum repräsentativ &#8211; kann zumindest als Indiz dafür gelten, dass der den Experten so geläufige Begriff &#8220;Geodaten&#8221; eher unverständlich ist. Aber ein paar Ideen haben die Befragten dann doch.

Eigentlich ist es einfach: Geographische Daten beantworten die Frage nach dem „Wo“ und spielen in vielen Prozessen und Abläufen in der Wirtschaft, wie auch im öffentlichen Bereich eine wichtige Rolle. Traditionell liegen geographische Daten in Form von Landkarten ...
No related posts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage, was man sich unter geographischen Daten vorstellen soll, ist offenbar schwerer zu beantworten als viele Fachleute meinen. Eine Straßenumfrage &#8211; wenn auch kaum repräsentativ &#8211; kann zumindest als Indiz dafür gelten, dass der den Experten so geläufige Begriff &#8220;Geodaten&#8221; eher unverständlich ist. Aber ein paar Ideen haben die Befragten dann doch.</p>
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<p>Eigentlich ist es einfach: Geographische Daten beantworten die Frage nach dem „Wo“ und spielen in vielen Prozessen und Abläufen in der Wirtschaft, wie auch im öffentlichen Bereich eine wichtige Rolle. Traditionell liegen geographische Daten in Form von Landkarten oder Stadtplänen vor. Doch nach über 3000 Jahren auf Papier sind kartographische Informationen heute seit gut drei Jahrzehnten auch in digitaler Form verfügbar. Das erweitert die Möglichkeiten, solche Daten zu nutzen ganz beträchtlich.</p>
<p>Eine Landkarte auf Papier ist zunächst mal ein Bild, in dem Informationen über den Raum in kodierter Form vorlegen. Wer den Code entschlüsseln kann, kann die Information aus der Karte entnehmen. Das klingt kompliziert, ist aber recht simpel. Zum Beispiel sind blaue Flächen oder Linien in Karten fast immer ein Gewässer, grün steht hingegen für Wald oder Wiese. Dies ist ein einfacher Farbcode, den jeder Betrachter zumeist auf Anhieb erkennt.</p>
<p>Nach diesem Grundprinzip ist eine Karte ein Modell der Wirklichkeit. Sie liefert dem Betrachter Informationen über Orte, ohne dass er die Orte selbst betrachten muss. Und durch das Prinzip der bildlichen Kodierung können Karten Informationen sehr stark verdichten. Man kann dies deutlich machen, wenn man versucht, alle Informationen, die in einer Karte vorhanden sind, vollständig in normaler Sprache zu transportieren. Da wird aus einem simplen Stadtplan schnell ein veritabler Roman.</p>
<p>Und genau diese Fähigkeit von Karten, ungeheure Informationsmengen auf einen Blick sichtbar zu machen, lassen sie zu einem Interessanten Werkzeug der Informationstechnik und- verarbeitung werden. Denn neben Informationen über reale Objekte im Raum (Straße, Haus, Fluss, etc) können auch zahlreiche weitere Informationen mit einem Raumbezug ausgestattet werden. Statistische Daten zum Beispiel über die Bevölkerungsdichte oder die unterschiedliche Kaufkraft in verschiedenen Orten.</p>
<p>Ob am Ende tatsächlich 80 Prozent aller Informationen einen geographischen Bezug aufweisen, wie vielfach behauptet, sei dahingestellt, aber richtig ist: Geographische Daten sind vielfach ein Schlüssel zum besseren Verständnis und anschaulicher Aufbereitung anderer Daten. Und mit diesem Schlüssel lassen sich quer durch Branchen und Tätigkeiten viele Vorteile und Effiziengewinne erschließen. Die wichtigsten Anwendungsfelder finden Sie daher im Hauptmenü unter dem Stichwort “<a href="../anwenderbranchen/">Anwenderbranchen</a>“.</p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Geoinformationen: Rohstoff für viele Branchen</title>
		<link>http://www.geobusiness-region.de/2010/05/geoinformationen-rohstoff-fur-viele-branchen/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 18:21:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Panorama]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch immer fällt vielen Menschen zuerst ihr vielleicht nicht allzu interessanter Erdkunde-Unterricht ein, wenn sie das Wort „Geographie“ hören. Verstaubte Schulatlanten und zerknitterte Wandkarten prägen noch immer zu Unrecht das Bild. Denn gerade die Geographie liefert im 21. Jahrhundert entscheidende Beiträge zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung der Gesellschaft.
Es ist vor allem die Computertechnologie, die – wie so viele andere Bereiche – auch die Geowissenschaften erneuert hat. Elektronische Straßenkarten sind heute längst Teil unseres Alltags, wenn wir wie selbstverständlich ein Navigationssystem benutzen. Im Internet laden uns digitale Globen ein, ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch immer fällt vielen Menschen zuerst ihr vielleicht nicht allzu interessanter Erdkunde-Unterricht ein, wenn sie das Wort „Geographie“ hören. Verstaubte Schulatlanten und zerknitterte Wandkarten prägen noch immer zu Unrecht das Bild. Denn gerade die Geographie liefert im 21. Jahrhundert entscheidende Beiträge zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung der Gesellschaft.</p>
<p>Es ist vor allem die Computertechnologie, die – wie so viele andere Bereiche – auch die Geowissenschaften erneuert hat. Elektronische Straßenkarten sind heute längst Teil unseres Alltags, wenn wir wie selbstverständlich ein Navigationssystem benutzen. Im Internet laden uns digitale Globen ein, auf Luft- und Satellitenbildern die Welt zu erkunden oder auch nur, das geplante Urlaubsdomizil genauer in Augenschein zu nehmen.</p>
<p>Doch dieses Gesicht einer „New Geography“, wie US-Wissenschaftler die Entwicklung bezeichnen, ist nur die Oberfläche. Dahinter ist eine neue, innovationsfreudige und kreative Branche entstanden: das Geo-Business oder auch die Geoinformationswirtschaft. Zu ihr zählen Start-Ups und neue Technologie-Unternehmen ebenso wie etablierte Software-Systemhäuser und spezialisierte Datenlieferanten. Ihr gemeinsamer Nenner ist die Beschäftigung mit digitalen, geografischen Informationen aller Art.</p>
<p>Diese Informationen bilden die Basis von Planungsprozessen und zwar in nahezu allen Wirtschaftszweigen: Geographische Daten fließen in Marketingpläne ein, helfen beim Management der Energieversorgung, sind unentbehrlich in der Logistik und liefern die Grundlage von Investitions- und Standortentscheidungen, um zunächst nur einige Beispiele zu nennen. Welche Branchen und Wirtschaftszweige in besondere Weise von geographischen Informationen profitieren, zeigen die folgenden Menüpunkten.</p>
<ul>
<li><a href="../anwenderbranchen/banken-und-versicherungen/" target="_self"><strong>Banken &amp; Versicherungen</strong></a></li>
<li><a href="../anwenderbranchen/gesundheitswesen/" target="_self"><strong>Gesundheitswesen</strong></a></li>
<li><a href="../anwenderbranchen/energie-versorgung/" target="_self"><strong>Energie &amp; Versorgung</strong></a></li>
<li><a href="../anwenderbranchen/immobilienwirtschaft/" target="_self"><strong>Immobilienwirtschaft</strong></a></li>
<li><a href="../anwenderbranchen/telekommunikation/" target="_self"><strong>Telekommunikation</strong></a></li>
<li><a href="../anwenderbranchen/tourismus-reisen/" target="_self"><strong>Tourismus &amp; Reisen</strong></a></li>
<li><a href="../anwenderbranchen/transport-logistik/" target="_self"><strong>Transport &amp; Logistik</strong></a></li>
</ul>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Geoinitiative Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler</title>
		<link>http://www.geobusiness-region.de/2010/05/die-geoinitiative-bonnrhein-siegahrweiler/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 10:15:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Panorama]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geoinitiative Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler ist in ihrem Kern ein kommunikatives Projekt. Es geht darum, zwischen den Akteuren der Region ein Netzwerk formaler und informeller Kontakte zu knüpfen. Die Idee dahinter: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
Konkret gesagt: Wenn Experten aus Behörden, die mit Geodaten arbeiten, Wissenschaftler an Forschungseinrichtungen, die innovative Techniken und Anwendungen der Geoinformatik erproben und Unternehmer, die Software und Dienstleistungen für den Umgang mit geographischen Daten anbieten, ihre Erfahrungen austauschen und die Stärken des jeweils anderen kennen, können Produktentwicklungen und innovative Lösungen besser und schneller entstehen, ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geoinitiative Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler ist in ihrem Kern ein kommunikatives Projekt. Es geht darum, zwischen den Akteuren der Region ein Netzwerk formaler und informeller Kontakte zu knüpfen. Die Idee dahinter: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.</p>
<p><strong>Konkret gesagt:</strong> Wenn Experten aus Behörden, die mit Geodaten arbeiten, Wissenschaftler an Forschungseinrichtungen, die innovative Techniken und Anwendungen der Geoinformatik erproben und Unternehmer, die Software und Dienstleistungen für den Umgang mit geographischen Daten anbieten, ihre Erfahrungen austauschen und die Stärken des jeweils anderen kennen, können Produktentwicklungen und innovative Lösungen besser und schneller entstehen, als wenn jeder Beteiligte in seinem stillen Kämmerlein arbeitet, forscht und entwickelt.</p>
<p>Die Initiative soll deshalb vor allem Katalysator für einen kommunikativen und in weiten Teilen auch sozialen Prozess sein, der Menschen und ihre Fähigkeiten über die Grenzen ihrer jeweiligen Institution hinaus zusammenführt. Dieser Prozess ist eine fortdauernde Aufgabe, kann jedoch eine sich selbst tragende Dynamik entfalten, die ein aktives Management zwar nicht überflüssig macht, jedoch dessen Aufgaben verändert. Geht es anfänglich darum, kommunikative Prozesse anzuschieben, wird irgendwann die Moderation etablierter Kommunikation gefragt sein. Der Prozess ist in Bonn bei objektiver Betrachtung noch im Stadium der Initiierung, jedoch begleitet mit vielen Ungleichzeitigkeiten. Einige der Akteure fordern bereits Moderation, während andere noch auf kommunikative Anlässe warten.</p>
<p><strong>Praktisch gesagt:</strong> Die Initiative bietet mit Veranstaltungen, Workshops, Firmenbesuchen, Stammtischen und auch diesem Portal Raum und Gelegenheit für Gespräche, Begegnungen und Informationen. Es ist dabei stets eine erstaunliche Erfahrung zu sehen, wie sehr die Akteure einerseits in ihre eigenen, häufig nur firmen- oder behördeninternen Kommunikationsnetzen eingebunden sind und wie sie bei entsprechender Offenheit andererseits von diesen durch die Geoinitative angestoßenen formellen wie informellen Gesprächen profitieren.</p>
<p>Ein etabliertes Netz der Kommunikation in der Region Bonn ist schließlich das Fundament, auf dem die klassischen Ziele wirtschaftlichen Handelns erreicht werden sollen. Dazu zählt aus Sicht der Initiative vor allem:</p>
<ul>
<li>die Aufmerksamkeit von Unternehmen und Branchen, die bisher wenig Affinität zum Themenkomplex Geoinformationen gezeigt haben, durch verstärktes gemeinsames Marketing zu gewinnen. Die Mittel sind Fachvorträge, Branchenworkshops, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und die gemeinsame Präsenz auf Fachmessen. Gefordert sind darüber hinaus Methoden für ein neutrales „Matchmaking“, um als Geoinitiative potenzielle Nachfrager von Geo-Know-how mit den Anbietern zusammen zu bringen.</li>
</ul>
<ul>
<li>das Innovationspotenzial und damit die Wirtschaftskraft der Region Bonn nachhaltig zu stärken. Auf dieser Basis kann die Entwicklung eines prägnanten Standortprofils als Geobusiness-Region gefördert werden, dessen harte und weiche Standortfaktoren weiteres Wachstum der vorhandenen und im günstigsten Fall die Ansiedlung neuer Unternehmen unterstützen. Das wichtigste Mittel dazu ist die Etablierung einer Marke „Geobusiness Region Bonn“.</li>
</ul>
<ul>
<li>Gemeinsame Anliegen und Themen der Geoinformationswirtschaft vor Ort zu bündeln und als Interessenvertretung in Öffentlichkeit, Wirtschaft und politischen Raum zu tragen.</li>
</ul>
<p>Darüber hinaus ist die Geoinitiative der Region Bonn in den landesweiten Prozess einer Clusterpolitik eingebunden, die darauf setzt Wachstumspotenziale zu erkennen und gezielt zu entwickeln. Für das Land Nordrhein-Westfalen ist unter anderem die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) als entscheidender Motor künftiger wirtschaftlicher Entwicklung identifiziert worden.</p>
<p>Innerhalb der IKT-Branche in NRW nimmt die Region Bonn eine Sonderstellung ein. Die Stadt und der sie umschließende Landkreis Rhein-Sieg konnten in den Jahren 1999 bis 2006 landesweit das höchste Wachstum in diesem Wirtschaftszweig vorweisen, gemessen an der Zahl der Beschäftigten. Die Region Bonn gehört damit im IKT-Sektor zu den dynamischsten Standorten in Deutschland.</p>
<p>Die Geoinitiative der Region Bonn spielt daher in zweifacher Hinsicht eine wichtige Rolle: Sie wird getragen durch die Wirtschafsförderer der beteiligten Gebietskörperschaften und der IHK Bonn/Rhein-Sieg und ist somit zum einen direkter Teil des <a href="http://www.ikt-nrw.de/" target="_blank">IKT-Clusters NRW</a>. Zugleich ist sie durch ihre inhaltliche Konzentration auf ein besonders innovatives Teilgebiet der IT-Branche auch ein Partner im <a href="http://www.geonetnrw.de" target="_blank">geonet.NRW</a>, ein im Juli 2009 gegründetes landesweites Netzwerk der Geoinformationswirtschaft, dass wiederum Teil des IKT-Clusters ist.</p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Region Bonn: Das Silicon Valley der Geoinformatik</title>
		<link>http://www.geobusiness-region.de/2010/05/region-bonn-das-silicon-valley-der-geoinformatik/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 May 2010 09:48:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Panorama]]></category>

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		<description><![CDATA[von Dr. Ulrich Ziegenhagen, Wirtschaftsförderung Bonn
No related posts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Es klingt vermessen, aber geht es um digitale geographische Daten, gleicht die Region Bonn mindestens dem jungen Silicon Valley der 50er Jahre. Mit anderen Worten: Die Region hat Potenzial und Zukunft. Es kommt daher darauf an, die richtigen Weichen zu stellen.</strong></em></p>
<p>Von Dr. Ulrich Ziegenhagen</p>
<p>Die Informations- und Kommunikationstechnik, wie sie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstand, prägt heute unseren Alltag in einer Weise, wie es noch in den 50er Jahren niemand für möglich gehalten hätte. Doch schon damals wurden dafür die Grundlagen gelegt: 1954 gründete William Shockley in Palo Alto die Shockley Transistor Corporation und schon in den ersten acht Jahren entstanden daraus weitere zehn Unternehmen, allesamt gegründet von abgewanderten Ingenieuren. Darunter befanden sich auch Robert Noyze und Gorden Moore, die Intel aus der Taufe hoben. Begleitet wurde dieser Prozess vom frisch ins Leben gerufenen Stanford Research Institut, das sich industrienahe Forschung und einen regen Austausch zwischen Wissenschaftler und Unternehmern auf die Fahne geschrieben hatte. Es ermunterte zugleich seine Studenten, sich mit ihren Ideen selbstständig zu machen.</p>
<p>Das ist der Beginn einer Erfolgsgeschichte und das waren die Zutaten, aus dem denen die größte und bedeutendste High-Tech Region der westlichen Welt entstand: Eine neue, noch junge Branche, ausgeprägter Unternehmergeist, eine enge Verzahnung von Industrie und Wissenschaft und schließlich bedeutende, weltweit agierende Großunternehmen als Kristallisationspunke, die beständig Know-how und Kapital anzogen und auch abgaben.</p>
<p>Alle diese Zutaten sind in der Region Bonn in gleicher Weise vorhanden.</p>
<p>Die Geoinformatik als Wissenschaft und die Geoinformationswirtschaft als Branche ist vergleichsweise jung. Erst seit Ende der 90er Jahre hat sich diese Nische innerhalb der Informationstechnologie mehr und mehr zu einem eigenen Spielfeld entwickelt. Wachsende Rechnerkapazitäten, Aufbau und schließlich zivile Freigabe eines zuvor ausschließlich militärisch genutzten globalen Satellitennavigationssystems (GPS) im Jahr 2000 sowie die Entwicklung der Computergraphik haben das eher traditionell geprägte amtliche Vermessungswesen und die Kartographie mit einem Schlag in die Informationsgesellschaft katapultiert. Inzwischen sprechen Geographen von der Neo-Geography und meinen damit die neue Allgegenwart von Geodaten: im Navigationssystem im Auto oder als digitale Globen im Internet, die es jedermann erlauben, Luftbilder des eigenen Hauses in Augenschein zu nehmen. Hinzu kommen ungezählte spezialisierte Anbieter, die räumliche und raumbezogene Informationen jeder erdenklichen Art digital zur Verfügung stellen. Von Wasserschutzgebieten bis zur Kaufkraftverteilung, von Landnutzungen bis zu Kriminalitässchwerpunkte im so genannten Crime-Mapping: Informationen enthalten fast immer einen räumlichen Anteil, den man anschaulich darstellen und analytisch nutzen kann.</p>
<p>In der Region Bonn sitzen zahlreiche Experten dieser jungen Branche: als Unternehmer, als Wissenschaftler und als professionelle Nutzer. Über 20 kleinere und mittlere Unternehmen mit rund 1000 Beschäftigten sind direkt der Geoinformationswirtschaft zuzurechnen, darunter sind Niederlassungen von US-Unternehmen ebenso wie etablierte Mittelständler und Unternehmensgründungen von Studenten und Absolventen der geowissenschaftlichen Studiengänge in Bonn. Und die Region ist international präsent: Von den 35 deutschen Mitgliedern im Open Geospatial Consortium, das weltweit die technischen Standards für die Arbeit mit Geodaten definiert, haben allein zehn eine Niederlassung oder ihren Sitz in der Region Bonn.</p>
<p>International agieren auch Konzerne wie Deutsche Post World Net AG oder Deutsche Telekom, die ebenfalls – teilweise in eigenen Abteilungen und Stabsstellen – Geoinformationen nutzen, erzeugen und anbieten. In Troidsorf hat die DHL einen zweistelligen Millionenbetrag in sein Logistik-Innovationszentrum investiert. Dort untersucht das Unternehmen zusammen mit Partnern wie IBM, Intel, Philips, SAP und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT), wie sich Geodaten und Satellitennavigation in der Logistik, in der Routenplanung intermodaler Verkehre oder in der Frachtverfolgung gewinnbringend nutzen lassen. Die geowissenschaftlichen Institute der Universität Bonn zählen zur Spitze von Lehre und Forschung in Deutschland. Mit dem interdisziplinär von zahlreichen Fachbereichen und Instituten der Universität getragenen Technologiezentrum Geoinformationssysteme (TZGIS) sowie dem gleichfalls international agierenden Zentrum für Fernerkundung der Landoberfläche (ZFL) existieren herausragende Forschungseinrichtungen. Das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in St. Augustin hat mit dem Geschäftsfeld „Geo-Intelligenz“ seinen Fokus auf die Nutzung von Geoinformationen im Bereich von Marketing &amp; strategischer Unternehmensführung gelegt.</p>
<p>Daneben gibt es wichtige öffentliche Arbeitgeber in der Region, die sich im Kern mit Geoinformationen befassen. Das sind neben den Vermessungsämtern der Kommunen, insbesondere der Stadt Bonn, die nordrhein-westfälische Vermessungsverwaltung Geobasis.NRW, das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) mit Einrichtungen in Köln und Bonn und das Amt für das militärische Geoinformationswesen in Euskirchen, das dort allein über 1000 Mitarbeiter beschäftigt.</p>
<p>Es ist also alles vorhanden, um aus der Region Bonn tatsächlich ein Silicon Valley der Geoinformatik zu machen. Mit der Geoinitiative Bonn treiben die Ämter für Wirtschaftsförderung aus Bonn, aus dem Rhein-Sieg-Kreis und aus dem Kreis-Ahrweiler sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn Rhein-Sieg deshalb einen Prozess der Cluster-Bildung gemeinsam voran. Eine neutrale Instanz soll für die wichtige Vernetzung all der genannten Akteure sorgen. Das ist vor allem eine Aufgabe der Kommunikation, sowohl nach innen wie nach außen. Nach innen geht es darum, wettbewerbsneutral das Verhältnis von Kooperation und Konkurrenz zu moderieren, in dem sich die Unternehmen naturgemäß bewegen. Die Arbeit an einem „Geo-Cluster“ bedeutet, aus informeller Kommunikation zwischen einzelnen Handelnden, formale Kontakte zwischen Unternehmen zu machen und wo immer es möglich ist, neue Wertschöpfungsketten in der Zusammenarbeit zu definieren sowie zu etablieren. Nur dann ist das Ganze mehr als die Summe seiner Teile. Nach außen bedeutet es, den übergreifenden Nutzen und den Querschnittcharakter von Anwendungen der Geoinformatik in anderen Wirtschaftszweigen deutlich zu machen.</p>
<p>Und nicht zuletzt geht es um die spezialisierte Profilbildung eines Standorts, der sich als Wissenschafts- und IT-Region bereits einen Namen gemacht hat, aber in einem globalen Wettbewerb der Standorte weitere Alleinstellungsmerkmale braucht. Geoinformation in der Region Bonn soll ein Markenartikel werden, der in der Lage ist, weiteres Know-how und Kapital einer wachstumsorientierten und jungen Branche anzuziehen. Dabei wird der Region zugleich nichts Künstliches übergestülpt, sondern es werden einfach die vorhandenen Potenziale genutzt.</p>
<p>Nichts anderes ist in den zurückliegenden Jahrzehnten zwischen Palo Alto und San Franzisko geschehen.</p>
<div id="attachment_547" class="wp-caption alignleft" style="width: 138px"><a href="http://www.geobusiness-region.de/wp-content/uploads/2000/01/ziegenhagen.jpg"><img class="size-medium wp-image-547 " title="ziegenhagen" src="http://www.geobusiness-region.de/wp-content/uploads/2000/01/ziegenhagen-238x300.jpg" alt="" width="128" height="162" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Ulrich Ziegenhagen</p></div>
<p><strong>Zum Autor:</strong></p>
<p><em>Dr. Ulrich Ziegenhagen ist stellvertretender Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Bundesstadt Bonn und hat in dieser Funktion das Clustermanagement für die Geoinitiative Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler übernommen.</em></p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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