07.06.2016
ITK-Forum innovativ: „Neues aus der Vogelperspektive – Innovationen aus dem Bereich Geoinformatik“

 

Zu Beginn seiner Keynote zeigte Dr. Ulrich Ziegenhagen, stellvertretender Leiter der Bonner Wirtschafts förderung, anhand mehrerer Beispiele auf, wie stark Geoinformationen unser tägliches Leben beeinflussen, ohne als solche wahrgenommen zu werden. 

Im Weiteren stellte er die Entstehung des Bonner Geo-Clusters und die Besonderheiten der regionalen Geobusiness-Branche als wichtiges innovatives Element der Wirtschaft in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis dar.  Abschließend erläuterte er die zahlreichen Angebote der Unternehmen im Rahmen des Bonner GeoSOMMERs, darunter auch die zwei Ende Juni und Ende August stattfindenden Konferenzen, die EARSeL im Bereich Fernerkundung und die FOSS4G im Bereich Open-Source-GIS.


Nach einer kurzen Vorstellung der vier Inputgeber hatten die Teilnehmer dann die Möglich keit, sich zu ausgewählten Aspekten der Geoinformatik an Einzeltischen zu informieren. Hier standen Dr. Nikos Askitas, Direktor am IZA – Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit gGmbH, Joachim Lutum, Geschäftsführer der Lutum+Tappert DV-Beratung GmbH,  Prof. Pedro Jose Marron, Professor  für Pervasive Computing  an der Universität Duisburg-Essen und Geschäftsführer der Locoslab GmbH sowie Hinrich Paulsen, Geschäftsführer der terrestris GmbH & Co. KG für vertiefende Gespräche zur Verfügung. So ging es unter anderem um den generellen Einsatz von Geodaten in unterschiedlichen Anwendungsfeldern, aber auch um die Nutzung von Location-Based-Services.


Interessante Ansätze zeigten sich auch in der von Heiko Oberlies, IHK Bonn/Rhein-Sieg, und Ralf Karabasz, podium49, moderierten Diskussion. Dort wurde noch einmal die Bedeutung des IT-Standortes herausgestellt, aber auch ein besseres Marketing von Seiten der Unternehmen angemahnt. Hinsichtlich eines breiteren Einsatzes von Geoinformationen wurde die Forderung erhoben, noch mehr Daten im Sinne des Open-Data-Ansatzes zur Verfügung  zu stellen. Gleichermaßen seien Unternehmen wie auch Anwender gefordert, die sich bietenden Chancen mit Mut wahrzunehmen, um noch mehr Innovationen zu produzieren. Dabei dürften aber auch mögliche Gefahren, beispielsweise durch eine vernachlässigte IT-Sicherheit, nicht unberücksichtigt bleiben.

Autor: Dr. Rainer Neuerbourg, IHK Bonn/Rhein-Sieg