12.09.2017
Ein neues Bild der Branche

Das Mentoring-Programm der Geo-IT-Branche geht in die zweite Halbzeit. Für den Mentor Till Adams von der terrestris GmbH ist es selbstverständlich, dass er sein Wissen an den Nachwuchs weitergibt. Ein Programm wie das der geobusiness region bonn hätte er bei seinem Berufsstart vermisst. Sein Benefit als Mentor: "Ich lerne die Branche aus einem neuen Blickwinkel kennen."

 

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Till Adams führt seinen Mentee in die GIS-Branche ein. Quelle: Jo Hempel

Sie haben sich als Mentoren im ersten Mentoringprogramm der Geo-IT-Branche in Bonn zur Verfügung gestellt. Was war Ihre Motivation?

Grundsätzlich finde ich solcherlei Aktivitäten unterstützenswert. Die Weitergabe von Erfahrung hat mir in meinen beruflichen Anfängen gefehlt, dazu kommt, dass mein Verständnis von Business auf einem "miteinander" und nicht auf ein "gegeneinander" beruht. Von daher brauchte ich keine wirkliche Motivation mich als Mentor zur Verfügung zu stellen.

Der Austausch zwischen Mentoren und Mentees ist indivuduell sehr unterschiedlich. Wie gestaltet sich Ihr Austausch mit Ihrem Mentee?


Wir haben uns 2 x getroffen, stehen ansonsten in Email-Austausch. Dazu habe ich Paul zu unserer Sommer-Veranstaltung "Bratwurst, Bier  GIS" eingeladen und ihn mit zur Sitzung des GeoIT Roundtable NRW genommen. Das Angebot an weiteren Veranstaltungen gemeinsam teilzunehmen, ist aus meiner Sicht ein wichtiger Teil, denn nur so kann sich Paul selber ein Bild von der Branche und seinem Umfeld machen.


Gibt es schon erste "Ergebnisse" in Form von Impulsen, Plänen, Unterstützungsleistungen?

Ich stehe Paul für alle Fragen, auch seine Abschlussarbeit betreffend, zur Verfügung.

Wie empfinden Sie Ihre Aufgabe? Entspricht sie der Ausgangsthese, dass beide Seiten – also auch Sie – vom Austausch profitieren?

In jedem Fall. Während man ansonsten nur neue Mitarbeiter, dann allerdings auch aus Eigeninteresse, in die Branche einführt, ist diese Art eine neue Herausforderung und hilft auch, seine eigene Branche aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Mehrwerte für beide Seiten?


Erfahrungen auf beiden Seiten.

Wie gestalten Sie die zweite Halbzeit des Mentoringprogramms aus?

Wir haben nicht vor unser Verhältnis wesentlich zu verändern.

Herr Adams, wir bedanken uns für Ihre Antworten.